Newsbeitrag

Regio-Herren: Und jährlich grüßt der dritte Platz

Die lang erwarteten Playoffs waren endlich gekommen. Am 07.04.2018 trafen sich die Gastgeber aus Wernigerode und die Herren der zweiten Mannschaft der Floor Fighters zum ersten Spiel des Wochenendes. Beide Mannschaften waren gewillt, alles im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu geben, um in das Finale vorrücken zu können. Speziell Chemnitz konnte dieses Spiel als Chance zur Revanche gegen die Harzer sehen, da man im letzten Spiel gegen sie eine Niederlage hinnehmen musste.

Das erste Drittel begann mit einem schnellen Tor für Chemnitz. Philipp Zschögner (Vorlage: Patrick Evers) schoss gleich in der fünften Minute (04:48) das erste Tor. Das Chemnitzer Spiel sah zunächst gut aus, doch fand Wernigerode eine Lücke in der Abwehr und schoss in Minute fünfzehn (14:12) den Ausgleich. Kurz vor Ende (19:20) nutzten sie eine weitere Schwäche aus, wodurch der neue Punktestand 2:1 für die Gastgeber lautete. Damit endete das weitgehend faire Drittel. In der Pause nahm man sich vor wieder fokussierter zu spielen.

Im zweiten Drittel schwächelte die Offensive der Chemnitzer stark. Wenig gute Aktionen und wenige Abschlüsse waren das Ergebnis. Wernigerode nutzte hingegen eine weitere Chance in der neunzehnten Minute des Drittels (18:00) und erhöhte auf 3:1. Strafen gab es keine, doch die Schiedsrichter begannen, wie üblich, genauer auf Stockschläge zu achten. In der Pause hofften die Chemnitzer endlich doch noch ins Spiel zu kommen, um endlich wieder eine andere Medaille als Bronze zu bekommen.

Das dritte Drittel startete gut für das Gastteam. Holger Böhme (Vorlage: Philipp Hamann) schoss in der dritten Minute des Drittels (02:42) den Anschlusstreffer. Nach diesem Tor lief das Spiel recht gemächlich ab. Chemnitz fand keine weiteren guten Abschlussmöglichkeiten und Wernigerode nahm sich für seine Aktionen, aufgrund des Vorsprungs, Zeit. In der zwölften Minute (11:50) gab es eine weitere Chance für Chemnitz, um das Blatt zu wenden, da es gegen die Gastgeber eine Strafe wegen, Überraschung(!), Stockschlagens gab. Allerdings nutzte die Mannschaft ihre Chance nicht. Die Gastgeber hingegen schossen in dieser Zeit ein Tor in Unterzahl und kurz darauf ein weiteres, wieder mit voller Spielerzahl. So lautete der neue Punktestand 5:2 für Wernigerode. Doch Chemnitz gab nicht auf. Patrick Evers schoss in Minute neunzehn (18:06)  den Anschlusstreffer. Anschließend nahm Chemnitz den Torhüter aus dem Kasten, wodurch ihnen in einer 6:5 Überzahl ein weiteres Tor durch Mathias Günther (Vorlage: Philipp Hamann) gelang (Zeit: 18:54). Man spielte weiter ohne Torhüter. Allerdings riskierte man kurz vor Schluss zu viel weshalb die Gastgeber einen einfachen Schuss auf das leere Tor zum Punkt verwandeln konnten. Damit ging, mit einem Punktestand von 6:4, der Sieg an Wernigerode, welche diesen im Vergleich der Spielleistungen, auch verdient haben.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass sich die spielerische Flaute, welche man in den letzten Spielen der Chemnitzer bemerkte, leider nicht wieder verzogen hatte. Man spielte viel zu unentschlossen mit zu vielen Fehlern. Einige Spieler hatten an diesem Tag auch nicht ihre volle Leistung abrufen können, doch auch die motivierten Reserven auf der Bank wurden nicht genutzt. Das war es leider mit dem Traum von Gold. Am Sonntag will man nun versuchen die Bronze-Medaille für sich zu gewinnen, um nicht völlig leer auszugehen. Der Gegner für dieses kommende Spiel soll der PSV 90 Dessau sein, welchen Chemnitz ebenfalls als harten Gegner in Erinnerung hat.

Spielprotokoll

 

Spiel um Platz 3: PSV 90 Dessau – Floor Fighters Chemnitz Ⅱ

Nach der herben Niederlage des Vortages ging es für die zweite Herrenmannschaft der Floor Fighters weiter mit dem Spiel um Platz drei gegen den PSV 90 Dessau. Diese Mannschaft bot den Chemnitzern, in den vergangen Saisonspielen, stets ein spannendes Duell, weshalb sich der Sieg an diesem  Tag hart erkämpft werden musste.

Das erste Drittel startete wieder schlecht für die Floor Fighters. Bereits in der fünften Spielminute (04:16) schossen die Dessauer das 1:0. Allgemein fand man von chemnitzer Seite aus wieder sehr schwer in das Spiel. Diese Schwäche nutzten die Gegner kurz vor der Pause (19:33) erneut und schossen das 2:0. Damit ging es in die erste Pause. Bei den Floor Fighers wollte man wieder mehr Konzentration zeigen, um wenigstens nicht ohne Medaille aus dem Turnier zu gehen. Nebenbei bemerkt war das Spiel allgemein stark von Stockschlägen gezeichnet, welche in den kommenden Dritteln bestraft werden sollten.

Das zweite Drittel starte gut. Jahann Uhlig erzielte den Anschlusstreffer in der dritten Minute des Drittels (02:37). Allerdings schlief auch Dessau nicht und legt kurz darauf (05:48) mit dem 3:1 nach. In der siebten Minute (06:25) begannen die Schiedsrichter, wie angekündigt, die Stockschläge zu bestrafen. Zuerst traf es Dessau, wodurch Chemnitz innerhalb der Strafzeit zum 3:2 aufholen konnte, durch ein Tor von Patrick Evers (Vorlage: Joel Magyar). Der Torschütze der Floor Fighters musste in diesem Drittel jedoch ebenfalls auf die Strafbank wegen des klassischen Vergehens (Stockschlag), was jedoch keine Auswirkungen auf den Punktestand hatte. Somit lautete der Stand aus diesem Drittel 3:2 für Dessau. Man nahm sich vor diese kleine Lücke zu schließen, um endlich an den Gegnern vorbeizuziehen.

Gleich zu Beginn des dritten Drittels (02:53) fiel der Ausgleichstreffer durch Johann Uhlig (Vorlage: Philipp Hamann). Das Glück der Chemnitzer wurde noch erhöht als es kurz darauf (03:15) gegen Dessau eine Strafe wegen Stockschlagens gab. Die Chance wurde allerdings nicht genutzt. In der elften Minute (10:29) begann jedoch eine Phase des Zitterns für Chemnitz. Es gab zuerst eine Strafzeit gegen Philipp Zschögner und fast anschließend (11:18) eine Strafe gegen Holger Böhme, sodass die Floor Fighters kurzzeitig nur zu dritt auf dem Feld standen. Dessau nutzte diese einmalige Gelegenheit jedoch nicht. Allerdings nutzten sie eine Chance in der achtzehnten Minute (17:02),  um auf 4:3 zu erhöhen. Es sah schlecht aus für Chemnitz, doch in der neunzehnten Minute (18:37) des Drittels rettete Mathias Günther (Vorlage: Stefan Blockzyl) sein Team mit dem 4:4 in die Overtime.

Joel Magyar (Vorlage: Patrick Evers) machte die Overtime kurz und schoss nach acht Sekunden das Siegtor für Chemnitz. Damit hatte man sich wenigsten den dritten Platz gesichert. Somit konnte die Chemnitzer Mannschaft ihre Saison mit einem Sieg beenden.  Damit ist die Floorball-Saison 2017/2018 für Regionalliga der Herren beendet. Da es in dieser Saison leider nicht mit dem ersten Platz in den Playoffs gereicht hat, strebt man dieses Ziel natürlich wieder in der nächsten Saison an. Diesmal hoffentlich mit einem besseren Durchhaltevermögen in Sachen spielerischer Leistung.

Spielprotokoll

 

Floorball-Ruhestand für Kapitän Stephan Blokzyl

Nach dem Spiel wurde der langjährige Kapitän Stephan Blokzyl feierlich in den Floorball-Ruhestand verabschiedet. Der Verein, die Mannschaft und Trainerkollege Peer Mathiebe bedanken sich für sein aufopferungsvolles Engagement sowohl als ehmaliger Bundesligaspieler, Kapitän, Schiedsrichter, Co-Trainer der 2. Mannschaft und sportliches Vorbild. Wir wünschen dir alles erdenklich Gute und viel Glück für deinen weiteren Werdegang, sowohl beruflich, privat und sportlich natürlich. Die Floor Fighters Chemnitz sagen „Danke Bloki“.

 

Playoffs-Statistiken der letzten Jahre

  • 2006/2007: 2. Platz
  • 2007/2008: 4. Platz
  • 2008/2009: 5. Platz (keine PO)
  • 2009/2010: 3. Platz
  • 2010/2011: 1. Platz
  • 2011/2012: 3. Platz
  • 2012/2013: 3. Platz
  • 2013/2014: 5. Platz (keine PO)
  • 2014/2015: 3. Platz
  • 2015/2016: 3. Platz
  • 2016/2017: 3. Platz
  • 2017/2018: 3. Platz

 

(Spielberichte: Florian Stopp)

(Foto: Carsten Schulemann)