Newsbeitrag

Zittersieg im ersten Playdown-Spiel

Für das Bundesligateam der FLOOR FIGHTERS Chemnitz stand am Osterwochenende das bisher wichtigste Spiel der laufenden Saison auf dem Plan. Nachdem die Mannschaft um Trainer Sascha Franz die Hauptrunde auf Platz acht beendet hat, ging es nun gegen den Tabellenneunten aus Schenefeld um den Klassenerhalt. In der Serie „Best of three“ geht es darum, zwei Spiele für sich zu entscheiden, um weiterhin erstklassig zu bleiben. Da die FLOOR FIGHTERS besser platziert sind, haben sie das Heimrecht in den entscheidenden Spielen und mussten daher im ersten Spiel die Reise in den Norden auf sich nehmen.

Die Chemnitzer starteten motiviert in die Partie und versuchten früh die Kontrolle zu übernehmen. Beide Teams hatten bereits in den ersten Minuten gute Möglichkeiten auf einen Treffer, doch dieser ließ bis zur letzten Minute des ersten Drittels auf sich warten, als Gabriel Bonifacio die Gäste mit 1:0 in Führung brachte. Die FLOOR FIGHTERS waren zufrieden mit dem bisherigen Spielverlauf und bereits kurz nach dem Seitenwechsel konnte Hannes Langenstraß den Vorsprung mit einem tollen Fernschuss auf 2:0 ausbauen.

Die gute Stimmung in der Halle schien die Chemnitzer nun jedoch etwas einzuschüchtern. Im Gegensatz zu den Schenefeldern waren die Gäste nun unkonzentriert und oft einen Schritt zu spät, was direkt bestraft wurde. So gelang es den Gastgebern innerhalb weniger Minuten das Spiel auszugleichen und kurz vor Ende des zweiten Drittels sogar mit 3:2 in Führung zu gehen. Nach der Pause fanden die FLOOR FIGHTERS langsam wieder zu der Stärke des ersten Drittels zurück. Das Team erarbeitete sich mehr und mehr gute Möglichkeiten und drängte auf den Ausgleich. Längst hätte der Ball im Netz zappeln müssen – doch wie es im Sport oft ist, landen die Bälle im eigenen Tor, wenn du sie vorn nicht machst. Schenefeld bestrafte die schwache Chancenverwertung und erhöhte zehn Minuten vor Schluss auf 4:2.

Nur 20 Sekunden nach dem Treffer der Gastgeber brachte Jan Seipel die FLOOR FIGHTERS mit einem tollen Schuss in den Winkel wieder auf ein Tor heran. Die Partie wurde nun härter und beiden Teams war eine leichte Nervosität anzumerken. Da es den Chemnitzern nicht gelang, eine zweiminütige Zeitstrafe der Schenefelder zu nutzen, entschied man sich, den Torhüter Jens Beijar durch einen sechsten Feldspieler zu ersetzen. Das junge Team drängte auf den Ausgleich und 45 Sekunden vor dem Ablauf der Spielzeit erzielte Lauri Lehtola den rettenden Treffer.

Mit einem Spielstand von 4:4 ging es nun in die Verlängerung. Unglücklich dabei war, dass die Chemnitzer durch eher fragwürdige Zeitstrafen vier der zehn Verlängerungsminuten in Unterzahl spielen mussten, jedoch durch eine starke Defensivleistung den entscheidenden Gegentreffer verhinderten. Auch nach dem Ablauf der Overtime war kein Sieger gefunden und es kam zur Entscheidung im Penaltyschießen.

Dank eines starken Jens Beijars, welcher alle Penalties der Schenefelder parierte und der Chemnitzer Schützen, die die Nerven behielten, gewannen die FLOOR FIGHTERS diesen Floorballkrimi und gehen in der Playdown-Serie mit 1:0 in Führung.

Bereits am kommenden Samstag kommt es 18 Uhr in der Schlossteichhalle zum Spiel zwei. Die Chemnitzer können mit einem Sieg den Sack zumachen und die Saison mit dem Klassenerhalt beenden. Im Falle einer Niederlage folgt die dritte und entscheidende Partie bereits einen Tag später.

[LG]

Spielprotokoll