Newsbeitrag

FLOOR FIGHTERS vor Saisonstart

Am morgigen Samstag starten die FLOOR FIGHTERS in ihre nächste Bundesligasaison und somit natürlich in Deutschlands höchster Klasse. Dass dies längst keine Selbstverständlichkeit ist, dürfte jedem Chemnitzer Fan spätestens seit der letzten Zittersaison klar sein, als man sich in letzter Instanz noch vor dem Abstieg retten konnte.

Und dieses Jahr – alles besser, endlich wieder Playoffs? Nun, das Wunschziel sollten zweifelsfrei diese Playoffs sein, doch kann es wohl nicht schaden, auch einmal vor der Saison den Druck eher etwas aus dem Team von vorn herein zu nehmen. Denn war die Mannschaft bereits letztes Jahr unglaublich jung, so wird es diese Saison eher nochmals weiter verjüngt sein und eine lange Liste an Abgängen galt es auszugleichen, darunter sämtliche Legionäre aus Finnland, Nationalspieler Schuschwary oder langjährige Stammkräfte wie u.a. Torhüter Rosenthal und Angreifer Irrgang. Kontinuität sieht sicher anders aus, doch was will man gegen arbeits- und studiumbedingte Wechsel tun, solange Floorball halt nach wie vor ein Amateursport – wenn auch auf hohem Niveau – ist und sicher die nächsten Jahre bleiben wird.

Die Antwort lautet also nach wie vor, ein Team um den äußerst erfolgreichen Vereinsnachwuchs und Gastspieler zu bauen. Auf ersteren Bereich kann man selbstbewusst mehr als hoffnungsvoll schauen, kann dieser doch sogar bereits einige Bundesligaerfahrung aufweisen. Gelingt es Trainer Sascha Franz hier eine eingespielte Reihe aufzustellen, kann diese sicher einigen Top-Mannschaften der Liga Kopfzerbrechen bereiten. Man muss dieser „Jungspund-Reihe“ aber dann halt auch den ein oder anderen unerfahrenen Aussetzer zugestehen.

Der Bereich ausländische „Gastspieler“ wird in 2017/18 wieder auf vier Spieler erhöht, doch müssen diese es erst einmal schaffen, in die großen Fußstapfen der absoluten Leader der Vorsaison, Manninen und Hellström, zu passen. Die Finnen Keskinen und Lehtola und vor allem Goalie Beijar werden sicher die zuletzt anfällige Defensive stärken, doch ob allein der Tscheche Linhart für Torgefahr im Maße der Manninens sorgen kann, bleibt abzuwarten und natürlich zu hoffen.

Was zweifelsfrei fehlt sind die etablierten Leader mit Erfahrung. Einzig Ur-Gestein David Reich ist in diesem Bereich noch zu finden. Doch vielleicht ist das ja auch gerade die Chance der Jugend, sich in dieser Saison in den Vordergrund zu spielen, unbefangen und frei und mit dem Hunger nach mehr als sieben Pünktchen wie nach der regulären Hin- und Rückspielserie der Vorsaison. Nehmen wir uns das doch einfach mal als erstes Etappenziel und schauen danach was alles möglich ist.

Viel Spaß und Erfolg in der neuen, hoffentlich verletzungsfreien Saison allen Spielern, Trainern, Funktionären sowie Fans und Sponsoren wünscht

Dr. Georg C. Schmidt

Vorstandsvorsitzender