Newsbeitrag

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze

Nach dem grandiosen Comeback gegen Wernigerode ließ das nächste Spektakel nicht lange auf sich warten. Die FLOOR FIGHTERS rangen den Drittligisten FC Rennsteig Avalanche mit 14:13 nach Overtime nieder.

Es war klar, dass es sich nicht um ein Duell gegen einen normalen Drittligisten handeln würde. Die Gastgeber, gespickt mit neun tschechischen Spielern, zeigten mit ambitionierter Spielweise, dass sie wohl in ein paar Jahren in der Königsklasse anklopfen wollen.

Aus Chemnitzer Sicht muss man sich fragen, wie dieses Spiel so eng wurde. Man war das klar spielbestimmende Team und hatte Chancen für 30 Tore. Die Thüringer konnten jedoch mit individuellen Aktionen immer wieder gefährliche Konter starten und so im Spiel bleiben.

Nie hatte man das Gefühl, es könnte einen anderen Sieger als die Floor Fighters geben, doch letztendlich kann sich der Erstligist, wenn auch verdient, sehr glücklich schätzen, in der nächsten Runde zu stehen.

Bereits nach dem schnellen Ausgleich der Hausherren zum 1:1 bemerkte man nach kurzer Zeit, wie gefährlich die einzelnen Spieler der Thüringer sind. Vorangegangen war ein Eigentor dieser, das die Führung für Chemnitz bedeutete. Die FLOOR FIGHTERS behaupteten den Ball und konnten sich so Chance für Chance herausspielen. Doch falls diese Aktionen ihr schnelles Ende fanden, bekamen die FLOOR FIGHTERS keinen Zugriff auf die schnellen und technisch starken Thüringer Tschechen, die so oft Nadelstiche setzen konnten. Ein 4:7 sah man am Ende des letzten Drittels auf der Anzeigetafel. Eigentlich eine beruhigende Führung.

Das gleiche Bild im zweiten und dritten Drittel: die Gäste machten das Spiel und die Gastgeber lauerten auf Konter. Das Spiel schien beim Stand von 5:9 entschieden. Mitte des 2. Drittels schien der Gegner geknackt, doch das sollte nicht der Fall sein.

Nach sechs gespielten Minuten im letzten Abschnitt stand es 11:11. Ein merkwürdiges Spiel war nun in der entscheidenden Phase angekommen. Nachdem der FC Rennsteig sieben Minuten vor Schluss führte, schrillten die Alarmglocken bei den Chemnitzern. Die FLOOR FIGHTERS bombardierten das Gehäuse des Gegners und belohnten sich knapp 30 Sekunden vor Schluss mit dem Ausgleichstreffer durch Rasmus Hellström.

So kam es, wie es in diesem verrückten Spiel kommen musste… Overtime. Nachdem die Hausherren den Pfosten trafen und schon feierten, waren es letztendlich verdient die FLOOR FIGHTERS, die sich in Person von Joker Tim Sigmund belohnten. Die Frage nach dem ,,Wie“ stellt morgen keiner mehr.

Ein richtungsweisendes Wochenende steht bei den Chemnitzern vor der Tür. Auf das Auswärtsspiel beim TV Eiche Horn Bremen folgt das Heimspiel gegen den MFBC Leipzig. Sechs Punkte wollen die FLOOR FIGHTERS holen und hoffen am Sonntag auf zahlreichende Unterstützung in der Schloßteichhalle.

Leave a Reply