Newsbeitrag

Sieg mit der Schlusssirene – Chemnitzer Floorballer sichern sich Platz 5 zum Ende der Hinrunde

Noch nie war der Spruch „Spannung bis zur letzten Sekunde“ treffender als vergangenen Sonntag in Berlin. Die FLOOR FIGHTERS siegten in einem über 60 Minuten dauerhaft spannenden Spiel gegen die Equipe des BA Tempelhof Berlin.

Die Berliner hielten exakt, was im Vorhinein von Coach Radünz erwartet wurde. Ein durchaus robustes Körperspiel gepaart mit Zug zum Tor. So machten es die Hauptstädter den Chemnitzern bereits  in den letztjährigen Play-Offs schwer. Doch diesmal hatten die Sachsen ein Rezept dagegen.

Der FFC startete diszipliniert und agierte defensiv, sowie offensiv gut strukturiert. Die Berliner Führung nach fünf Minuten konnte Lucas Frommhold im Powerplay egalisieren. In der Folge konnte Enrico Franze mit einem Schuss aus spitzem Winkel die Gäste erstmal ins Führung bringen. Zum Ende des erste Drittel stellte der aktuelle Topscorer der Bundesliga, Tuomo Manninen, die 2:3 Führung her. Die FLOOR FIGHTERS waren jetzt gut im Spiel und konnten den Schwung des ersten Drittel auch in das zweite übertragen.

In einer erneuten Unterzahl der Berliner lies Manninen dem Torhüter der Hausherren aus der Distanz keine Chance. Ein Wachmacher für BAT. Diese fanden besser ins Spiel und nahmen das Geschehen an sich.

„Wir haben eine starke erste Hälfte gespielt. Das hat uns Auftrieb gegeben. Berlin kam dann mehr in ihren Rhythmus und dominierte zwischenzeitlich.“ sagte Kapitän Franz nach dem Spiel und ergänzte: „ Wenn man im Nachhinein auf das Spiel blickt, wäre eine Unentschieden fair gewesen. Diesmal hatten wir jedoch das glücklichere Händchen.“

Berlins Anschlusstreffer konnte Philipp Hamann erneut entgegen wirken. Einzig ein Nachsetzer von Alt-Chemnitzer Marek Brincil lies den Zwei-Tore Vorsprung wieder schmelzen.

Mit Beginn des letzten Drittel, setzten die Berliner alles daran das Match zu drehen. Ein starker Schuss von rechts außen bedeutet den Ausgleich, eine weitere Überzahl sogar die Führung für BAT. Doch die schwäche Phase der FLOOR FIGHTERS war damit beendet. Mit dem Willen nicht erneut Punkte unglücklich liegen zu lassen zog Chemnitz nochmals an und glich durch den starken Manninen aus. Mit dem Stand von 6:6 ging es und die letzten zehn Minuten. Und das der Sport seine eigenen Regeln hat, wurde nun deutlich.

Erst sprachen die Schiedsrichter 2:17 Minuten vor Schluss ein Strafe gegen Chemnitz aus, welche trotz Lattentreffers der Hauptstädter ungenutzt blieb. Innerhalb der letzte 17 Sekunden wollten beide den Sieg erzwingen. Ganze drei Sekunden vor Schluss bekam der FFC einen Einschlag in der eigenen Hälfte zugesprochen. Alle waren bereits mit dem Kopf in der Verlängerung. Kapitän Sascha Franz schlägt einen weiten Ball über das gesamte Feld und Vojtech Jezek schmettert diesen mit einem Rückhandvolley auf das Berliner Gehäuse. Der Ball prallt vom Torhüter ins Tor, mit samt dem ertönen der Schlusssirene.

Nach kurzer Absprache der Schiedsrichter geben diese das Tor und Chemnitz fährt mit drei wichtigen Punkten und dem Platzwechsel mit Berlin auf 5. nach Hause. Die Rückrunde beginnt am 10.01.2016 gegen den UHC Weißenfels in der heimischen Schloßteichhalle.

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